FAQ
Pflege, Wartung & Wissen rund um Ihre Holzfenster und Haustüren
Oberflächenpflege – einfacher als gedacht
Die richtige Pflege von intakten Lackoberflächen bei Holzfenstern und -türen ist unkomplizierter, als viele denken:
Neue Oberflächen: Einmal jährlich mit einem speziellen Lackpflegemittel polieren. Das Mittel verschließt feine Mikrorisse im Lack, schützt das Holz vor Feuchtigkeit und erhält über viele Jahre den ursprünglichen Glanz – ohne Neuanstrich.
Tipp: Nach einem Hagelschauer lohnt sich eine zusätzliche Pflegebehandlung, da Hagel Mikrorisse im Lack verursachen kann.
Ältere Oberflächen: Auch bei älteren Fenstern verlängert eine regelmäßige Pflege die Lebensdauer deutlich.
Innenflächen: Diese sind in der Regel nicht pflegebedürftig. Ein einfaches Abwischen mit einem feuchten Lappen genügt.
Richtige Reparatur beschädigter Lackoberflächen
Sobald die Lackoberfläche eines Holzfensters oder einer Haustür beschädigt ist, ist schnelles Handeln gefragt. Dabei kommt es auf den Zustand der Oberfläche an:
Fall 1: Leichte Beschädigungen, Lack noch intakt Ist die Oberfläche noch nicht stark verwittert, genügt es, die betroffene Stelle leicht mit Schleifpapier (Körnung 220) anzuschleifen und mit einer passenden Farbe nachzustreichen. Die beschädigte Stelle wird so neu versiegelt, optische Mängel verschwinden. Tipp: Streichen Sie am besten das gesamte Rahmenteil, um ein gleichmäßiges Farb- und Glanzbild zu erzielen.
Fall 2: Starke Schäden, abgeblätterter Lack oder vergrautes Holz In diesem Fall ist eine gründlichere Aufarbeitung nötig:
1. Abschleifen der betroffenen Fläche, bis das vergraute Holz entfernt und das natürliche Holz wieder sichtbar ist
2. Grundierung auftragen – sie schützt vor Schädlingen und gleicht die Holzfarbe aus
3. Zweifacher Endanstrich, mit feinem Zwischenschliff (Körnung 220) für optimale Haftung und gleichmäßige Oberfläche
Regelmäßige Wartung – für Funktion und Langlebigkeit
Damit Ihre Fenster und Türen leichtgängig bleiben und lange einwandfrei funktionieren:
Alle beweglichen Teile des Beschlags mit geeignetem Schmiermittel behandeln (mindestens 1x jährlich)
Auch Schließteile im Rahmen an reibenden Flächen schmieren
Bei intensiver Nutzung kann ein häufigerer Wartungsintervall sinnvoll sein
Was bedeutet Einzelteilfertigung?
Bei der Einzelteilfertigung werden die Rahmenteile eines Fensters einzeln komplett bearbeitet und lackiert, bevor sie zum fertigen Rahmen zusammengesetzt werden.
Ihre Vorteile:
Rundum lackierte Einzelteile – optimaler Schutz vor Feuchtigkeit
Besonders langlebige Oberfläche durch Versiegelung auch an Hirnholzflächen (z. B. in Ecken und Fugen)
Fugenlose Innenansicht & erhöhter Einbruchschutz durch individuell gefräste Glasleisten
Außenbeschlagene Scheiben – Reklamation oder Qualitätsmerkmal?
Wenn neue Scheiben bei bestimmten Wetterlagen von außen beschlagen, ist das kein Mangel, sondern ein Zeichen hoher Dämmleistung:
Bei Wärmeschutzverglasung bleibt die äußere Scheibe kühl, wodurch sich Kondenswasser bilden kann
Das ist physikalisch völlig normal und zeigt, dass die Innenwärme nicht nach außen entweicht
Fazit: Beschlagene Außenscheiben belegen die hohe Energieeffizienz Ihrer Verglasung
Richtige Rollladenstellung im Sommer
Fehlerquelle Nr. 1: Rollladen halb schließen Temperaturunterschiede auf der Scheibe (Sonne/Schatten) können zu Hitzesprüngen im Glas führen.
Auch problematisch: Vollständig geschlossener Rollladen Es entsteht Stauhitze zwischen Rollladen und Fenster. Verringerte Wirkung als Hitzeschutz.
Empfehlung: Rollladen auf „Schlitzstellung“ absenken. So wird die Sonneneinstrahlung abgeschirmt, aber ein Luftaustausch bleibt möglich. Idealer Hitzeschutz ohne Glasbruchrisiko.
Holzfenster oder Kunststofffenster?
Holzfenster – Natürlich, hochwertig, individuell
Vorteile:
Hervorragende Wärmedämmung: Holz ist von Natur aus ein sehr guter Isolator – ideal für energieeffizientes Bauen.
Nachhaltigkeit: Holz ist ein nachwachsender, CO₂-neutraler Rohstoff – regional bezogen, umweltfreundlich verarbeitet
Individuelles Design: Große Gestaltungsfreiheit in Form, Profil, Farbe und Oberfläche – auch für Denkmalschutz oder moderne Architektur.
Wertigkeit: Holz strahlt Wohnlichkeit, Natürlichkeit und handwerkliche Qualität aus – sichtbar und spürbar.
Reparaturfreundlich: Kleine Schäden lassen sich gezielt ausbessern – im Gegensatz zu Kunststoff kein Komplettaustausch nötig.
Lange Lebensdauer: Bei richtiger Pflege überdauern Holzfenster problemlos viele Jahrzehnte – teilweise über Generationen hinweg.
Angenehmes Raumklima: Holz wirkt feuchtigkeitsregulierend und sorgt für ein gesundes Raumklima – ganz ohne technische Hilfsmittel.
Geringe thermische Ausdehnung: Holz verzieht sich kaum bei Temperaturschwankungen – das sorgt für dauerhaft gute Dichtheit und Funktion.
Keine statische Aufladung: Holz zieht im Gegensatz zu Kunststoff keinen Staub an – ein Vorteil für Allergiker.
Wertsteigerung: Hochwertige Holzfenster können den Immobilienwert steigern – insbesondere bei Altbau oder Architektur mit Anspruch.
Nachteile:
Pflegeaufwand: Außenflächen sollten regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden (z. B. Lackpflege)
Etwas höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu Standard-Kunststofffenstern
Kunststofffenster – Preisgünstig und pflegeleicht
Vorteile:
Geringer Anschaffungspreis: Besonders attraktiv bei großem Bauvolumen oder kleinem Budget
Pflegeleicht: Kein Streichen erforderlich
Witterungsbeständig: Robust gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung
Nachteile:
Begrenzte Gestaltungsvielfalt: Standardisierte Profile, eingeschränkte Farbauswahl
Geringere Lebensdauer: Verziehen durch Temperaturunterschiede und Verfärben durch Alterung möglich, austreten von Inhaltsstoffen des Kunststoffes•
Nicht nachhaltig: Erdölbasiert, schlechter ökologischer Fußabdruck
Schlechter reparierbar: Bei Schäden oft vollständiger Austausch nötig
Fazit:
Wer auf Natürlichkeit, Langlebigkeit und Gestaltungsfreiheit setzt, liegt mit Holz richtig. Wer primär auf den Preis achtet

